Projekt Beschreibung

patricia urquiola portrait

Die unerschöpfliche Ideenschmiederin aus Spanien

Patricia Urquiola wird nicht selten als „Entwurfsmaschine“ bezeichnet, natürlich im positivsten aller Sinne. Die 1961 geborene Spanierin gilt als eine der erfolgreichsten Produktdesignerinnen der Gegenwart und ewig sprudelnder Quell von Inspirationen. Ihre ambitionierte Mission: Ideen entwickeln, die größer sind als sie selbst. Groß sind ihre Werke wahrlich, aber vor allem vereint in der Verkörperung von Eleganz und Geradlinigkeit und ausgestattet mit allem, was höchsten Komfort ermöglicht.

Die Erfolgsgeschichte von Patricia Urquiola, die mehrfach den Titel „Designer of the Year“ ausgezeichnet wurde, startete 1979, als sie im Anschluss an die Schule ihr Architekturstudium an der Faculdad de Arquitectura de Madrid begann. Dort lernte sie unter anderem bei Achille Castiglioni, dem „Vater“ der Arco Leuchte von Flos, und dem portugiesischem Architekten Alvaro Siza (entwarf u. a. eine nach ihm benannte Promenade für vitra Campus) ihr Handwerk. Direkt danach ging es für die umtriebige Spanierin nach Mailand, wo sie weiterstudierte und 1989 ihre Promotion machte. In den frühen 90er Jahren arbeitete sie als Assistenzlehrkraft für Castiglioni an der Pariser Hochschule für Industriedesign und kam dort erstmals mit der Gestaltung von Möbeln in Berührung. Nach Kooperationen mit anderen Architekten und einer Tätigkeit für De Padova, gründete Urquiola schließlich im Jahr 2001 ihr eigenes Designstudio.

Seitdem arbeitet die kreative Gestalterin für alles, was in der Möbeldesign-Branche Rang und Namen hat, wie beispielsweise Moroso (Liege „Antibodi“ und Sessel „Smock“), Molteni, B&B Italia, Kettal, Foscarini (Leuchte „Caboche“), Alessi und Cassina. Apropos Cassina. Seit 2015 ist Patricia Urquiola Art Director der italienischen Top-Marke und stellt sich der Aufgabe, das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. So veröffentlichte sie mit „MutAzioni“ nicht nur ihre erste eigene Kollektion, sondern überarbeitete auch das Farbspektrum etablierter Klassiker wie „Utrecht“, „Doge“, „Wink“ und „Red and Blue“. Parallel dazu erblickten im Laufe der Jahre das Sofa-System „Beam“, das Insel-Sofa „Flow“ und der Ohrensessel „Gender“ das Licht der Welt.

Neben ihrem ehrgeizigen Ansatz, etwas „Großes“ zu schaffen, ist die quirlige Spanierin vor allem deshalb mit solcher Leidenschaft dabei, weil sie der Meinung ist, dass Möbel auch einfach „Spaß machen“ sollten. Und wenn man sich ihre Entwürfe und Werke einmal ganz genau anschaut, merkt man: Patricia Urquiola wird ihrem eigenen Anspruch mehr als gerecht.